IXS Swiss Downhillcup Bellwald
Nach dem ziemlich bescheidenen Sommer 2011 versprach der Wetterbericht für das Saisonfinale in Bellwald Sonne pur.
Wegen der weiten Anreise kamen wir bereits Donnerstags in Bellwald an und konnten so Freitags ganz entspannt unsere Bikes fit machen und gegen 12 Uhr ging‘s dann zur Strecke zum obligatorischen Trackwalk. Da keiner von uns bisher in Bellwald gewesen ist, waren wir ziemlich gespannt was uns hier erwarten würde. Nur eins war klar: Es sollte eine extrem staubige Angelegenheit werden.
Der Sessellift ist schön schnell und so standen wir in kürzester Zeit auf der riesigen Startrampe in 2000m Höhe. Der obere Teil der Strecke verlief über Wiesen. Zu erst kamen einige Jumps, danach kamen jede menge Anliegerkurven. Im Mittleren Teil waren einige Wald und Wurzelpassagen die jedoch mindestens genauso schnell waren wie der obere Teil. Dann gab‘s noch ein paar Roadgaps den ein oder anderen schönen Sprung bevor es die letzten Meter mit schönen Wiesenkurven über die Skipiste ins Ziel ging.
Uns war jetzt schon klar das die Strecke aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit und den entstehenden Bremswellen einiges an Kraft abverlangen würde.
Das anschließenden Training verlief gut. Die Jumps wurden alle bei der ersten Abfahrt geklärt und wir hatten so viel Spaß das bis Trainingsende durchgefahren wurde.
Samstag morgen dann das gleiche Bild: Strahlender Sonnenschein. Da noch etwas mehr los war als Freitags wurden an den Lift doppel so viele Sessel gehängt, sodass man den ganzen Tag fast nicht warten musste. Wenn das doch auch in Deutschland so wäre..
Der Kurs wurde immer Staubiger und auch die Bremswellen wurden zu Löchern. In einigen Kurven hatte man Probleme den Lenker festzuhalten, im größten Teil der Strecke hielt es sich aber in Grenzen.
Den Seedingrun fuhren wir alle sicher um uns für das Rennen am Sonntag zu schonen. Fabio kam auf den 63., Moritz auf den 62. und Pascal auf den 49. Platz.
Am nächsten Tag ähnelte die Strecke dann einem Sandkasten. Für uns war es recht schwierig die Bodenverhältnisse einzuschätzen und so hatte ich immer das Gefühl ein wenig zu vorsichtig unterwegs zu sein. Die extrem hohen Geschwindigkeiten machten das auch nicht grade besser. Also auf ins Rennen und mal sehen was geht.
Als erstes fuhr Fabio. Er hatte einen guten Lauf und kam mit einer 3:44 ins Ziel (Platz 52). Direkt danach kam Moritz. Er hatte wieder Probleme mit seinen Kontaktlinsen und musste so den ersten Teil der Strecke im Blindflug absolvieren. Auch er fuhr eine 3:44 (Platz 53). Pascal parkte einmal kurz an einem Baum ein, ließ aber nicht viel Zeit liegen. Und auch er fuhr eine 3:44 (Platz 49).
Das Rennen in Bellwald war ein schöner Saisonabschluss. Kaum ist die Saison rum laufen aber auch schon die ersten Planungen für 2012. Hierzu kommen Bald die ersten Infos. Diesen Winter heißt es dann ab aufs Rennrad und in die Muckibude!


Samstag war das Wetter wieder etwas besser und ich fuhr einige Abfahrten mehr wie Freitags. Die Strecke war somit bestens im Kopf und es konnte losgehen in den Seedingrun. Doch nun begann es wieder stark zu regnen. Auf zum Start und los… doch schon nach ca. 200m bekam ich ein Platten da ich doch recht wenig Luft auf den Reifen hatte, weil meine Trockenreifen herhalten mussten. DNF
2011 fand nun bereits zum fünften mal die deutsche Meisterschaft im Downhill in Bad Wildbad im Schwarzwald statt. Die Strecke wurde gegenüber den letzten Jahren nur wenig verändert und so war klar das das Rennen sowohl fahrtechnisch als auch konditionell eine Herausforderung werden sollte.
Danach kam Fabio. Er brachte einen sauberen Run hinunter und die Uhr blieb bei 3:47 stehen, was Rang 47 bedeutete.
Auch Sonntags blieb der erwartet Regen aus. Ein paar kleinere Schauer machten die Strecke nicht wirklich feucht und so herrschten in etwa die gleichen Bedingungen wie am Tag vorher.
Freitag
Sonntag
Eine Woche nachdem bereits der Worldcup Station in Leogang machte wurde der dritte Stop des IXS European Downhillcup auf der selben Strecke ausgetragen. Diese Gelegenheit ließen sich auch einige Worldcup Racer nicht entgehen und so waren, unter anderem, das Team Monster Energy / Specialized und das MS Evil Racing Team am Start. Die anspruchsvolle Strecke und das hochkarätige Starterfeld in Kombination mit einer mehr als durchwachsenen Wetterprognose versprachen also ein interessantes und spannendes Rennwochenende.
Als wir drei uns dann gemeinsam aufgewärmt hatten und in die Gondel stiegen fing es dann gewaltig an zu stürmen. Dies hatte dann zur folge das die Quali abgebrochen und auf Sonntag morgen verlegt wurde.
Bereits zum fünften mal fand dieses Jahr Europas größtes Freeride Festival, das Dirtmasters, in Winterberg statt. Neben einer großen Expo Area, auf der fast alle namhaften Hersteller vertreten waren, gab es auch eine menge Action auf dem Bike zu sehen: Den Slopestyle Contest, das 4X Race und natürlich das Downhill Rennen, bei dem auch die Rudel Fahrer um gute Platzierungen kämpften.
Freitag Mittags machten wir einen gemeinsamen Trackwalk, bei dem auch etwas gefilmt wurde. Die Rennstrecke hatte zum Glück fast nichts mit der normalen Bikeparkstrecke gemein. Direkt nach dem Start gab es einen kleinen Double, gefolgt von einer kurzen flachen Passage durch den Wald. Über ein Tretstück ging es dann auf die offizielle Strecke, die nach 2 Kurven aber auch wieder verlassen wurde. Anschließen war driften auf losem, staubigen Waldboden angesagt, bevor es zum mittlerweile schon legendären Steinfeld ging. Hier sollte am Sonntag wieder die beste Stimmung sein. Über ein paar offene Wiesenkurven ging es dann wieder in den Wald. Die letzten Meter wurden dann wieder auf der Bikeparkstrecke zurückgelegt.
Aufgrund der extremen Trockenheit der letzten Wochen und der vielen Starter war uns bereits Freitags schon klar, dass sich der Kurs in eine einzige Sandwüste mit riesigen Löchern verwandeln werden würde. Wir stellten uns also schon auf eine nicht sehr gut zu fahrende Strecke und eine riesige Liftschlange ein.
Zum Rennlauf am Sonntag war die Strecke dann extrem ausgebombt. Desshalb wurde Mittags der Kurs noch einmal abgegangen und an zwei Ecken die Linie etwas angepasst.
2005 wurde in Todtnau das vorerst letzte Rennen am Hasenhorn ausgetragen. Damals gehörte das Rennen noch zur King of Bikepark Rennserie. 2011 sollte es ein Comeback auf der ältesten Downhillstrecke Deutschlands geben. Dieses mal jedoch als IXS European Cup, der anspruchvollsten Rennserie neben dem Worldcup. Der hohe Stellenwert des Rennens machte sich deutlich im Fahrerfeld bemerkbar. So waren beispielsweise mit MS Evil und Scott 11 zwei der großen Worldcup Teams am Start.
Im Seedingrun starteten Moritz Ströer und Pascal Scheer direkt hintereinander. Moritz hatte leider Pech und holte sich in einer der ersten Kurven einen Platten am Vorderrad und musste seinen Lauf abbrechen. Pascal machte es deutlich besser und schaffte es, ohne sich zu sehr zu verausgaben, mit einer Zeit von 4:15 auf den 48. Platz (18. Germany).


Der Keiler WC unterscheidet sich von dem Standard Keiler DH in Sachen Tretlager Höhe, Steuerwinkel, Sitzwinkel, Hinterbau Länge und ist den europäischen DH Kursen angepasst. Die Rohrsätze sind fast identisch bis auf das dickere und spezial gebuttede Unterrohr für den Rudel Keiler WC.Gewichtsmäßig ist der Serien Keiler WC ca. 150g leichter als der DH.


